Sri Lanka Tanz

 

In Sri Lanka entstand eine Tanzkultur, die raffinierte Rhythmussprache und kraftvoll-brillantes Trommeln umfasst. Die Tänze stellen Geschichten aus der buddhistischen und hinduistischen Mythologie dar.

Der sri-lankische Tanz mit seiner oft ungestümen, akrobatischen Wildheit ist fast ausschließlich Männersache, die Musikbegleitung besteht zum Großteil aus Trommeln. Seit 2.000 Jahren wird dem Tanz heilende Wirkung auf Körper, Geist und Seele zugesprochen.

Es gibt drei wesentliche Arten des klassischen Tanzes:

Die Kandy-Tänze des Hochlandes haben ihren Namen von Kandy, der letzten Königsstadt Sri Lankas. Beim Tiefland- oder Teufels-Tanz der südlichen Ebenen geht es um die Austreibung von Dämonen. Der Sabaragamuwa-Tanz stammt aus der gleichnamigen Provinz im Südwesten des Landes.

Die drei Tanzformen unterscheiden sich in ihren Designs von Körperbewegungen und Gesten. Die Darsteller tragen je nach Tanzart unterschiedliche Kostüme und Masken. Verschieden große Trommeln werden eingesetzt, um mit rhythmischen Klangmustern den Tanz zu begleiten. Die Trommeln werden auf verschiedene Art bespielt.

Neben den klassischen Tanzformen gibt es auch Volkstänze, die mit Volksaktionen und Feierlichkeiten verbunden sind. Der Stocktanz, Topftanz, Handtrommeltanz und Kokostanz sind heute noch weit verbreitet.

Im Tiefland gibt es ein Tanz-Drama namens Kolam. Die Darsteller tragen Masken, die Tiere oder Menschen, wie Könige oder hohe Beamte, darstellen. Der Tanz bietet Unterhaltung und Gesellschaftssatire anstatt Ritual.