Diriyalanka-Projekt „Hilfe für Sri Lanka“ für Frauen in Sri Lanka, Mirissa, Thalaramba

Fairer Handel und Frauenstärkung

Bau eines Ausbildungs- und Arbeitszentrums mit Kinderbetreuung 

Diriyalanka - „Hilfe für Sri Lanka“

 

Mit unserem Ausbildungs- und Arbeitskonzept im Gedanken des Fairen Handels beschreiten wir Wege aus der Armut. Unsere mitarbeitenden Frauen erhalten durch uns ein faires Einkommen und ein Selbstwertgefühl.

Mit unserem Verein auxilio venire e.V. möchten wir nicht nur passiv um Spenden bitten und die arme Seite Sri Lankas zeigen, sondern wir möchten eine Brücke bauen und zeigen, was die Frauen Sri Lankas uns zu geben haben: Individualität, Handarbeit, Kreativität, Improvisationsgeist und Genialität. Mit unseren Produkten aus unserem Label „colombo3“ verstehen wir uns als soziale Unternehmer, das bedeutet für unseren Verein auxilio venire e.V.: Wir wollen mit dem Handel sinnvolle Entwicklung in Sri Lanka fördern und die Frauen dabei unterstützen, langfristig die Armut zu verlassen. Unser Ziel ist natürlich, kostendeckend zu arbeiten und alle Gewinne wieder zu investieren in sinnvolle Projekte in Sri Lanka - sei es zur Stärkung weiterer Frauen, sei es für die Vergabe von Mikrokrediten, sei es für die Kinder und Schulausbildung.

Wir entwickeln unsere Produkte und viel versprechenden Ideen gemeinsam mit den Frauen. Wir importieren alle Produkte auf einem maximalen Verarbeitungsniveau aus Sri Lanka, das heißt: Wir importieren keine Rohstoffe, sondern fertige Produkte. Dazu gehört für uns, dass wir mitunter längere Lieferzeiten und andere Imponderabilien in Kauf nehmen müssen.

Jedes Stück, das wir importieren, wird als Unikat mit einem Hauch Individualität gefertigt. Bei uns gibt es keine schnellen Lösungen oder Massenware. Wir wertschätzen mit dem Aufbau des Handels hochwertige Handarbeit. Nahezu alle Produkte sind mit der Seele der Frauen belebt, was den Vertrieb spannend gestaltet.

Bei den Taschen heißt dies zum Beispiel, dass die Näherin die Farben selbst zusammenstellt.

Aber neben unserem Geschäft im Weltladen Viernheim, Rathausstr. 32, haben wir ein kleines Geschäft in Thalaramba aufgebaut. Hier können die Frauen ihre Waren vor Ort anbieten. 

Nach dem Tsunami entstand eine kleine Siedlung mit einfachsten Häusern in Thalaramba Eppitawatta. Hier wohnen nun 81 Familien, vorrangig Frauen mit ihren Kindern, ohne die Möglichkeit eine Arbeit verrichten und Geld verdienen zu können.

Auf einem Grundstück in Thalaramba soll ein Ausbildungs- und Arbeitszentrum für 45 Frauen entstehen. Die Frauen können hier das Schneidern, Weben, Nähen, Batiken und Flechten erlernen und eigene Produkte entwerfen.

Direkt neben den Arbeitsstätten und Büroräumlichkeiten wird ein Kindergarten eingerichtet, in dem die Kinder bis zum Schulalter betreut werden. Dadurch können die Mütter beruhigt arbeiten gehen und bei Bedarf nach ihren Kindern schauen.

Die Familien aus Thalaramba Eppitawatta sind sehr arm, ihre Häuser haben keine Küche, kein fließend Wasser oder Brunnen und für durchschnittlich 7 Personen stehen 2 Zimmer mit je 7qm zur Verfügung. Viele Frauen sind allein in der Sorge um ihre Kinder. Allein, da der Mann verstorben ist, die Familie verlassen hat oder weil er trinkt und schlägt.

Eine dieser Frauen aus Thalaramba Eppitawatta ist Sagarina, die uns ihre Geschichte erzählt hat und uns auch erlaubt hat, ihre Geschichte bei uns hier in Deutschland weiter erzählen zu dürfen. Es ist eine Geschichte, wie sie die meisten Frauen in Thalaramba erlebt haben. Durch das Projekt schöpft sie nun Hoffnung.